Behandlungsspektrum psychischer Störungen

patient sessel
  • Anpassungsstörungen nach kritischen Lebensereignissen
  • Depressive Episoden
  • Wiederkehrende und chronische Depressionen
  • Anhaltende Trauerstörungen
  • Klassische und komplexe Traumafolgestörungen
  • Essstörungen
  • Dissoziative Störungen 
  • Psychosomatische Störungen
  • Panik- und Angststörungen
  • Zwangsstörungen

Behandlungsmethoden für psychische Störungen

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) beruht auf der Annahme, dass Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Beschwerden spielen. Sie setzt an den Zusammenhängen zwischen Ihren aktuellen Gedanken, Gefühlen und Ihrem Verhalten an, die oft automatisiert und ohne Ihr Wissen ablaufen. 

In der Therapie setzen Sie sich mit diesen automatisierten Mustern und Ihren Folgen auseinander und machen sie sich bewusst. Welche Gedanken und welche Verhaltensweisen sind im Umgang mit sich selbst und anderen hilfreich und welche sind es nicht? Zusammenhänge zu prägenden Schlüsselerfahrungen können hergestellt und mit Ihrem heutigen Wissen und Ihren Kompetenzen betrachtet und verarbeitet werden. Im Verlauf der Therapie werden neue Handlungsmöglichkeiten entdeckt, erprobt, in den Alltag integriert und gefestigt. An welcher Stelle ist das schon möglich und an welcher Stelle vielleicht auch noch nicht? Ihre Fähigkeiten zur Selbstbeobachtung und Selbstregulation werden in diesem Prozess gezielt gestärkt.

Als Ihre Therapeutin nehme ich eine aktive, strukturierende Rolle ein: Informiere, erkläre Zusammenhänge, unterstütze Sie dabei, neue Strategien zu entwickeln und im Alltag anzuwenden. Vor allem aber begleite ich Sie in Ihrem Tempo dabei, sich selbst wahrzunehmen, zu verstehen, zu hinterfragen und selbstverantwortlich an Ihrer eigenen Seite zu stehen. 

Die KVT ist lösungs- und ressourcenorientiert. Sie zählt zu den wissenschaftlich anerkannten Psychotherapieverfahren. Einen guten Überblick zu allen anerkannten Richtlinienverfahren in Deutschland finden Sie auf den Informationsseiten der Bundespsychotherapeutenkammer

EMDR steht für Eye Movement and Desensitisation Reprocessing (Verarbeitung und Desensibilisierug durch Augenbewegungen). Dem EMDR-Behandlungsansatz liegt die Annahme zugrunde, dass jeder Mensch über die natürliche Fähigkeit verfügt, belastende oder traumatische Erfahrungen verarbeiten zu können. Verschiedene Faktoren können diese Verarbeitungsfähigkeit jedoch beeinträchtigen. In solchen Fällen werden belastende Erfahrungen nicht vollständig bewältigt. Dadurch können z. B. negative Überzeugungen über sich selbst und andere entstehen und starke emotionale Belastungen mit den Erinnerungen verbunden bleiben. Dies kann zeitnah oder später zur Entwicklung psychischer Störungen beitragen.

Ziel der EMDR-Therapie ist es, Sie nach einer individuellen Vorbereitungs- und Stabilisierungsphase dabei zu unterstützen, unverarbeitete, alte Erinnerungen mit Ihrem heutigen Wissen angemessen zu verarbeiten. Dies geschieht unter bilateraler Stimulation, zum Beispiel durch das Initiieren wechselseitiger Augenbewegungen (Eye Movement). Durch die geteilte Aufmerksamkeit während der Augenbewegungen kann die Belastung im Kontakt mit einer belastenden Erinnerung abnehmen und eine Neubewertung erfahren werden. 

Die Wirksamkeit von EMDR bei der Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung ist sehr gut belegt und auch für viele andere psychische Störungen wissenschaftlich nachgewiesen.

Ausführlichere Informationen finden Sie beim Fachverband EMDRIA Deutschland e.V.

Die Psychotraumatherapie berücksichtigt, dass Menschen, die einmalige, wiederholte oder andauernde Traumatisierungen oder Vernachlässigung erfahren haben, von einem spezifischen therapeutischen Vorgehen profitieren können. Grundlage hierfür ist das Verständnis des ursächlichen Zusammenhangs zwischen früheren traumatischen Erfahrungen und heutigen Reaktionsmustern und Merkmalen in der Beziehungsgestaltung zu sich selbst und anderen. Diese werden als Folgen der Traumatisierungen verstanden und als nachvollziehbare menschliche Reaktionen auf außergewöhnliche Belastungen. Diese Traumafolgen sind individuell sehr verschieden und können sich auf allen Ebenen des Erlebens in unterschiedlicher Schwere äußern. Eine sorgfältige Diagnostik ist deshalb Voraussetzung für eine Traumatherapie.

Die Behandlung orientiert sich an drei Phasen: Die Phase der Stabilisierung, die Phase der Realisation und Verarbeitung des Erlebten sowie die Phase der Integration und Neuorientierung. Die Gestaltung dieser phasenorientierten Therapie berücksichtigt Ihre aktuellen Fähigkeiten und Ressourcen, Ihre Befürchtungen und Bedürfnisse, Ihre Vorerfahrungen und Ihre Lebenssituation. 

Hilfreiche Informationen für Betroffene finden Sie bei der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).

Nähere Informationen finden Sie hier

Finding Solid Ground (FSG) bedeutet „Boden unter den Füßen finden“ und wurde von Bethany Brand, Ruth Lanius und Hygge Schielke in Zusammenarbeit mit weiteren Traumaexpertinnen und -experten zur Behandlung der Folgen schwerer Traumatisierungen entwickelt. Es richtet sich an Menschen mit dem dissoziativen Subtyp der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS-DS), mit einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) oder einer komplexen dissoziativen Störung.

Das wissenschaftlich fundierte Programm vermittelt Informationen und zielt darauf ab, die Fähigkeiten traumatisierter Menschen Schritt für Schritt zu stärken und ihnen mehr Stabilität, mehr Sicherheit und mehr Kontrolle im Alltag zu ermöglichen.

FSG besteht aus verschiedenen Bausteinen. Wichtigstes Fundament ist das Erlernen des Grounding-Prinzips. Darauf aufbauend werden weitere Fertigkeiten vermittelt und geübt, z.B. die Gegenwart von der Vergangenheit zu unterscheiden oder gesunde Bedürfnisse auf sichere Art und Weise zu erfüllen. Dabei erlebte Schwierigkeiten und Widerstände werden berücksichtigt und für die Vermittlung von Informationen zu Traumafolgen genutzt. So kann Schritt für Schritt ein besseres Verständnis für eigene innere Reaktionen entstehen.

FSG kann die Wirksamkeit einer Psychotherapie deutlich verbessern. Betroffene zeigen sechs und zwölf Monate nach Behandlungsbeginn spürbare Verbesserungen in den Bereichen PTBS-Symptomatik, Emotionsregulation und Selbstmitgefühl. Auch eine geringe Abbruchrate während der Behandlungen unterstreicht die gute Verträglichkeit des Programms.

Bei der Entwicklung von FSG wurden die persönlichen Erfahrungen der behandelten Patientinnen und Patienten besonders berücksichtigt und einbezogen. Die systematisch erfassten positiven Rückmeldungen von Menschen, die oft auf eine lange Krankheitsgeschichte und zahlreiche Behandlungsversuche zurückblicken, sind sehr ermutigend. 

FSG eignet sich für Menschen, die bereit sind, das gesunde Risiko einzugehen, sich auf Neues einzulassen und ihre Neugier wieder zu entdecken.

Nähere Informationen finden Sie hier.